Google Unternehmensprofil: Was es ist und warum es über deine Anfragen entscheidet
Bei lokalen Suchen ist der Google-Eintrag oft sichtbarer als die eigene Website. Wer ihn nicht pflegt, überlässt Anfragen dem Wettbewerb nebenan.
Was das Profil überhaupt ist
Das Unternehmensprofil ist kein Werbeprodukt, sondern ein Verzeichniseintrag. Er entsteht entweder, weil du ihn anlegst, oder weil Google ihn aus anderen Quellen zusammensetzt. Der zweite Fall ist der gefährliche: Dann stehen dort Öffnungszeiten, die nie jemand geprüft hat, und Fotos, die irgendwer hochgeladen hat.
Warum er oft wichtiger ist als die Website
Bei einer Suche mit Ortsbezug zeigt Google zuerst die Karte mit drei Einträgen, das sogenannte Local Pack. Erst darunter beginnt die klassische Trefferliste. Wer im Kartenbereich nicht auftaucht, existiert für einen großen Teil der Suchenden nicht – unabhängig davon, wie gut die eigene Website ist.
Die Angaben, die tatsächlich zählen
Name, Adresse und Telefonnummer exakt so, wie sie auch im Impressum und auf der Website stehen. Vollständige Öffnungszeiten inklusive Feiertagen. Die richtige Hauptkategorie, denn sie entscheidet mehr über die Sichtbarkeit als jeder Beschreibungstext. Dazu die konkreten Leistungen, das Einzugsgebiet und eine Handvoll echter Fotos aus dem Betrieb statt Stockbildern.
Bewertungen sind Pflege, keine Glückssache
Zwei Dinge wirken: regelmäßig um Bewertungen bitten und jede Bewertung beantworten, auch die schlechten. Eine sachliche Antwort auf zwei Sterne überzeugt mehr Leser als zehn kommentarlose Fünf-Sterne-Einträge. Gekaufte Bewertungen fallen auf und kosten am Ende den ganzen Eintrag.
Was die Website dazu beitragen muss
Das Profil verweist auf die Website, und Google gleicht beides ab. Wenn die Öffnungszeiten auseinanderlaufen oder die Adresse anders formatiert ist, schwächt das den Eintrag. Eine Kontaktseite mit sauberen strukturierten Daten und identischen Angaben ist die halbe Arbeit.
Der häufigste Fehler
Einmal anlegen und dann nie wieder anfassen. Google bevorzugt Profile, die gepflegt werden: neue Fotos, beantwortete Fragen, aktualisierte Leistungen. Fünfzehn Minuten im Monat reichen dafür aus und wirken schneller als jede Designänderung an der Website.